Katzenfutter im Vergleich: Ist günstig wirklich günstig?
Sparst Du wirklich beim Katzenfutter oder glaubst Du es nur?

Seit vielen Jahren betreue ich Katzen in ihrem eigenen Zuhause. Dadurch sehe ich natürlich auch, was täglich in ihren Näpfen landet.
Und ein Bild begegnet mir erstaunlich oft: große Multipacks bekannter Katzenfuttermarken.
Dazu höre ich immer wieder:
„Das kaufe ich immer, wenn es Aktion ist.“
Verständlich. Große Packung, bekannte Marke, Aktionspreis – das fühlt sich nach einem guten Geschäft an.
Aber irgendwann lohnt es sich, nicht mehr auf die Größe des Kartons zu schauen, sondern auf zwei andere Dinge:
Was kostet das Futter tatsächlich pro Kilogramm?
Und was bekomme ich für dieses Geld?
Ein Katzenfutter im Vergleich
Bei einem Futter, das mir in Katzenhaushalten immer wieder begegnet, liegt der Preis aktuell bei:
CHF 13.95 pro Multipack
= CHF 6.84 pro Kilogramm
Die Zusammensetzung wird unter anderem angegeben mit:
„Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (14 %, davon 4 % Rind), pflanzliche Eiweißextrakte, Fisch und Fischnebenerzeugnisse, Mineralstoffe, Zucker.“
Das ist eine sogenannte geschlossene Deklaration.
Ich erfahre als Käuferin nicht detailliert, welche tierischen Bestandteile in welchen Mengen verarbeitet wurden.
Und genau hier lohnt sich der Vergleich.
Was bekomme ich für knapp CHF 2 mehr?
Ein anderes Katzenfutter kostet CHF 6.90 für 800 Gramm – das entspricht rund CHF 8.63 pro Kilogramm.
Die Differenz beträgt damit gerade einmal CHF 1.79 pro Kilogramm.
Die offene Deklaration sieht hier beispielsweise so aus:
17 % Hühnerfleisch
14 % Hühnerhälse
14 % Hühnerleber
10 % Kaninchen
10 % Hühnerherzen
7 % Hühnermägen
2 % Rübli
1 % Joghurt
0,2 % Lebertran
Algen und Taurin
Hier kann ich durch eine OFFENE DEKLARATION lesen, was verarbeitet wurde und in welcher Menge.
Und plötzlich sieht die Frage „Welches Futter ist günstiger?“ ganz anders aus.
Der Kilopreis allein sagt noch nicht alles
Natürlich entscheidet nicht allein der Fleischanteil darüber, ob ein Futter zu einer bestimmten Katze passt. Aber wenn ich Preise miteinander vergleiche, möchte ich wissen, wofür ich bezahle.
Ein niedriger Preis auf einem großen Aktionskarton sagt wenig darüber aus, ob das Produkt tatsächlich preiswert ist.
Preiswert bedeutet für mich:
Welchen ernährungsphysiologischen Gegenwert bekommt meine Katze für mein Geld?
Und da können weniger als zwei Franken Unterschied pro Kilogramm plötzlich ziemlich interessant werden.
Warum schauen wir bei Katzenfutter so selten genauer hin?
Vielleicht liegt es an Gewohnheit.
Vielleicht an Werbung.
Vielleicht daran, dass bekannte Marken seit Jahrzehnten in unseren Köpfen verankert sind.
Und vielleicht ist ein großer Aktionskarton psychologisch einfach überzeugender als die kleine Rechnung darunter.
Ich erlebe jedenfalls immer wieder Katzenhalter, die sehr viel Wert auf ihre Tiere legen und selbstverständlich möchten, dass es ihnen gut geht – die sich aber noch nie genauer mit einer Futterdeklaration beschäftigt haben.
Nicht aus Gleichgültigkeit.
Sondern weil ihnen niemand gezeigt hat, worauf sie achten können.
Deshalb lohnt sich ein Katzenfutter-Vergleich
Dreh die Verpackung einmal um.
Lies nicht nur den großen Namen vorne.
Schau auf die Zusammensetzung.
Rechne den Kilopreis aus.
Und vergleiche dann nicht einfach Preis mit Preis, sondern:
Was bekomme ich für mein Geld?
Manchmal kostet eine deutlich transparentere und hochwertigere Ernährung erstaunlich wenig mehr.
Und manchmal ist das vermeintliche Schnäppchen gar keines.
Du möchtest die Ernährung Deiner Katze genauer anschauen?
Neben meiner Tätigkeit in der Katzenbetreuung bin ich Tiertherapeutin und Ernährungsberaterin mit Schwerpunkt Ernährung und Darmgesundheit.
Wenn Du wissen möchtest, was wirklich im Napf Deiner Katze landet, wie Du Deklarationen besser beurteilen kannst oder welches Futter zu Deiner Katze passen könnte, findest Du auf meiner neuen Seite weitere Informationen zur Ernährungsberatung für Katzen.





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