top of page

Katzenbetreuung zu Hause

7. Okt.
4 Min. Lesezeit

Warum ich Deine Katze beim ersten Kennenlernen vielleicht kaum beachte


Katzenbetreuung zu Hause


Vielleicht wirkt es beim ersten Kennenlernen sogar ein wenig merkwürdig.


Da kommt eine professionelle Katzenbetreuerin zu Dir nach Hause – und statt Deine Katze sofort anzusprechen, sie zu locken oder Kontakt zu ihr aufzunehmen, lasse ich sie möglicherweise einfach in Ruhe.


Das ist kein Desinteresse.

Es ist Respekt.


Bei mir beginnt eine Betreuung immer mit einem persönlichen Kennenlernen


Ich übernehme keine Betreuung von Tieren, die ich vorher noch nie gesehen habe.


Wenn Du Dich für meine Katzenbetreuung zuhause entschieden hast, gehört deshalb ein persönlicher Besuch bei Dir zu meinem Service. Wir lernen uns kennen, Du zeigst mir alles, was für die Betreuung wichtig ist, wir besprechen die Gewohnheiten und Bedürfnisse Deiner Tiere – und auch Deine Katzen bekommen die Gelegenheit, mich zum ersten Mal zu erleben.


Manche kommen sofort schauen, wer da zur Tür hereingekommen ist.

Andere verschwinden.

Und beides ist für mich vollkommen in Ordnung.


Gerade zurückhaltende Katzen müssen mich beim ersten Besuch nicht begrüßen. Sie müssen sich nicht anfassen lassen. Und sie müssen schon gar nicht beweisen, dass sie „lieb“ oder zutraulich sind.


Sie dürfen mich erst einmal kennenlernen – in ihrem eigenen Tempo.


Warum ich vorsichtige Katzen nicht locke


Menschen empfinden Nichtbeachtung schnell als Ablehnung oder Desinteresse.

Unter Tieren kann genau das Gegenteil der Fall sein.


Auch unter Hunden beobachte ich immer wieder, dass gegenseitiges Ignorieren eine sehr respektvolle Form der Kommunikation sein kann. Der andere wird wahrgenommen – aber nicht bedrängt.


Ich sehe Dich. Aber ich verlange nichts von Dir.


Bei einer vorsichtigen Katze ist das nicht anders.


Wenn sie sich zurückzieht, gehe ich ihr nicht hinterher. Ich versuche nicht, sie unter einem Möbelstück hervorzulocken. Ich starre sie nicht an und halte ihr auch nicht ständig meine Hand hin, damit sie doch endlich einmal an mir riechen soll.


Denn weshalb sollte sie mir bereits vertrauen?


Ich bin für sie zunächst eine fremde Person, die plötzlich in ihrem Zuhause steht.


Also darf sie Abstand halten.


Vertrauen kann man nicht erzwingen


Bei einer meiner aktuellen Betreuungen leben zwei eher vorsichtige Katzen.


Schon beim ersten persönlichen Kennenlernen mit ihren Menschen zogen sich beide zurück. Eine der beiden war etwas zugänglicher, die andere wollte mit mir zunächst überhaupt nichts zu tun haben.


Auch bei meinen ersten Betreuungsbesuchen verschwand sie, sobald ich kam.

Ich habe nichts dagegen unternommen.


Ich habe meine Arbeit gemacht, mich ruhig in der Wohnung bewegt, Futter bereitgestellt und die Katzen ansonsten selbst entscheiden lassen, was sie mit dieser fremden Frau anfangen möchten.


Die zugänglichere der beiden wurde ziemlich schnell neugierig.


Und die andere?

Nach ungefähr 48 Stunden musste sie plötzlich nicht mehr flüchten.

Sie blieb im selben Raum.

Sie beobachtete mich.

Und schließlich fraß sie sogar in meiner Anwesenheit.


Als ich später ging, war sie noch immer da.

Ich hatte sie kein einziges Mal dazu überredet.

Sie hatte ihre Entscheidung selbst getroffen.

„Die Alte bringt Futter – und sie frisst uns offenbar nicht.“


Natürlich wissen wir nicht, was eine Katze denkt. Aber wenn ich es einmal sehr menschlich übersetzen dürfte, könnte ihre Bilanz ungefähr so ausgesehen haben:


Die Frau kommt zweimal täglich hier herein.

Sie macht irgendwelche Dinge mit unseren Näpfen und dem Katzenklo.

Sie bringt Futter.

Sie verfolgt mich nicht.

Sie will mich nicht ständig anfassen.

Und bisher hat sie auch noch niemanden gefressen.

Gefahrenlage offenbar überschaubar. 😄


Genau diese Erfahrung darf eine Katze bei mir machen.

Nicht einmal, sondern wiederholt.


Und gerade wenn ihre Menschen nicht da sind, erlebe ich häufig etwas Interessantes: Katzen, die beim Kennenlernen kaum etwas von mir wissen wollten, beginnen plötzlich, meine Nähe zu suchen.


Vielleicht bin ich dann ein kleiner „Notnagel“.


Der vertraute Mensch fehlt – aber da kommt regelmäßig diese andere Person, die inzwischen ebenfalls ein kleines Stück Verlässlichkeit geworden ist.


Fressen ist für mich mehr als ein gefüllter Napf


Deshalb beobachte ich während einer Betreuung nicht nur, ob Futter im Napf liegt, sondern auch, was das Tier damit macht.


Kommt die Katze zum Fressen?

Frisst sie in meiner Anwesenheit?

Verändert sich ihr Verhalten von Tag zu Tag?


Gerade bei einem sehr vorsichtigen Tier ist es für mich ein schönes Zeichen, wenn es sich irgendwann sicher genug fühlt, in meiner Gegenwart zu fressen. Ein Tier, das sich akut bedroht fühlt, wird andere Prioritäten haben als in Ruhe seine Mahlzeit einzunehmen.


Ich muss daraus aber auch nicht sofort den nächsten Schritt machen.

Nur weil eine Katze heute neben mir frisst, muss ich sie morgen nicht anfassen.

Vielleicht darf ich das übermorgen.

Vielleicht bei der nächsten Betreuung.

Vielleicht auch nie.

Und auch das wäre in Ordnung.


Gute Katzenbetreuung bedeutet für mich nicht, dass jede Katze mich lieben muss

Ich muss keine Katze innerhalb von drei Tagen „knacken“.

Ich muss kein Beweisfoto produzieren, auf dem das ehemals scheue Tier plötzlich auf meinem Schoß liegt.


Meine Aufgabe ist eine andere.


Ich möchte, dass sich Deine Katze während Deiner Abwesenheit in ihrem eigenen Zuhause möglichst sicher fühlen kann. Dazu gehören Futter, Wasser und ein sauberes Katzenklo – aber eben auch der Umgang mit ihr.


Und manchmal bedeutet gute Betreuung deshalb nicht, besonders viel mit einem Tier zu machen.


Manchmal bedeutet sie: nichts von ihm zu verlangen.


Ich nehme Deine Katze wahr. Ich beobachte sie. Ich achte darauf, wie es ihr geht. Ich bin da.


Aber ich lasse ihr die Entscheidung, ob und wann sie den Abstand zwischen uns verkleinern möchte.


Denn Vertrauen entsteht für mich nicht dadurch, dass ich Nähe herstelle.

Vertrauen entsteht, wenn ein Tier erfahren darf, dass ich auch seine Distanz respektiere.


Und wenn irgendwann ein ehemals unsichtbarer Perser neben mir steht und beschließt, dass ich offenbar doch zum vorübergehend akzeptierten Hauspersonal gehöre?


Dann freue ich mich natürlich trotzdem. 😉❤️




 
 
 

Kommentare


Ein Gefühl wie  Zuhause

EINZUGSGEBIET

Tierbetreuung Hägglingen, Tierbetreuung Künten, Tierbetreuung Aargau, Tierbetreuung Freiamt, Tierbetreuung Zufikon, Tierbetreuung Kanton Aargau, Tierbetreuung Baden, Tierbetreuung Bellikon, Tierbetreuung Bergdietikon, Tierbetreuung Berikon, Tierbetreuung Birmenstorf, Tierbetreuung Bremgarten, Tierbetreuung Busslingen, Tierbetreuung Dättwil, Tierbetreuung Eggenwil, Tierbetreuung Fischbach-Göslikon, Tierbetreuung Fislisbach, Tierbetreuung Gebenstorf, Tierbetreuung Hägglingen, Tierbetreuung Künten, Tierbetreuung Mägenwil, Tierbetreuung Mellingen, Tierbetreuung Mülligen, Tierbetreuung Mutschellen, Tierbetreuung Nesselnbach, Tierbetreuung Niederrohrdorf, Tierbetreuung Niederwil, Tierbetreuung Oberrohrdorf, Tierbetreuung Oberwil-Lieli, Tierbetreuung Remetschwil, Tierbetreuung Rudolfstetten, Tierbetreuung Stetten, Tierbetreuung Tägerig, Tierbetreuung Wettingen, Tierbetreuung Widen, Tierbetreuung Wohlen, Tierbetreuung Wohlenschwil, Tierbetreuung Zufikon, Tierbetreuung Dottikon, Tierbetreuung Dintikon, Tierbetreuung Ammerswil, Tierbetreuung Lenzburg, Tierbetreuung Villmergen, Tierbetreuung Muri, Tierbetreuung Boswil, Tierbetreuung Fahrwangen, Tierbetreuung Seengen, Tierbetreuung Sarmenstorf,

Tierbetreuung Büttikon

Tierbetreuung vor Ort  |  Tierbetreuung Zuhause  |  Katzenhotel | Katzenbetreuung | Katzensitter | Petsitter   

bottom of page