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Katzenernährung – oft machen kleine Dinge einen grossen Unterschied

26. Sept.
3 Min. Lesezeit

Wer an Katzenernährung denkt, denkt meistens zuerst an die Frage: Was kommt in den Napf?


Katzenfutter


Doch in meinen Katzenbetreuungen erlebe ich immer wieder, dass es nicht nur darauf ankommt, was eine Katze frisst. Auch wie und wo wir ihr Futter und Wasser anbieten, kann eine Rolle spielen.


Manchmal sind es erstaunlich kleine Dinge, die sich verändern lassen: ein anderer Futternapf, ein zusätzlicher Wasserplatz oder ein kritischer Blick auf das Futter, das täglich im Napf landet.


Der Futternapf: praktisch für uns – aber auch für die Katze?


Ich sehe bei meinen Betreuungen häufig kleine, relativ hohe und schmale Futternäpfe, oftmals aus Edelstahl. Für uns Menschen sind sie praktisch. Für eine Katze sind sie nicht unbedingt ideal. Viele Katzen schlecken und schieben ihr Futter mit der Zunge über die Fläche. In einem tiefen, engen Napf wird das schwieriger. Hinzu kommt, dass die empfindlichen Schnurrhaare immer wieder am Napfrand anstossen können.

Ich bevorzuge deshalb breite, möglichst flache Keramikschalen oder Teller. Die Katze hat Platz für ihren Kopf und ihre Schnurrhaare und kann ihr Futter angenehm aufnehmen.

Wenn eine Katze ihr Futter aus dem Napf zieht, nur aus der Mitte frisst oder vor einem scheinbar noch gefüllten Napf sitzt und nicht weiterfrisst, lohnt sich deshalb manchmal auch ein Blick auf das Geschirr.


Wasser direkt neben dem Futter? Lieber nicht


Eine weitere Situation, die ich sehr häufig sehe: Futternapf und Wassernapf stehen direkt nebeneinander. Für uns ergibt das Sinn. Wir bauen der Katze eine hübsche kleine „Futterstation“. Die Katze würde das möglicherweise anders organisieren.

Katzen stammen ursprünglich aus trockenen Regionen und decken einen grossen Teil ihres Flüssigkeitsbedarfs über ihre Nahrung. Gleichzeitig bevorzugen viele Katzen Wasserstellen, die räumlich von ihrer Futterquelle getrennt sind.

Deshalb empfehle ich, Futter und Wasser an unterschiedlichen Orten anzubieten.

Noch besser kann es sein, mehrere Wasserschälchen im Haus oder in der Wohnung zu verteilen. So kann die Katze selbst entscheiden, wo sie gerne trinkt.

Gerade bei Katzen, die wenig trinken, ist das eine sehr einfache Veränderung, die einen Versuch wert ist.


Trockenfutter – praktisch bedeutet nicht automatisch katzengerecht


Trockenfutter ist bequem. Es lässt sich einfach lagern, portionieren und den ganzen Tag stehen lassen. Aus meiner Sicht spricht trotzdem einiges dagegen, es zur Grundlage der Katzenernährung zu machen. Die natürliche Nahrung einer Katze enthält sehr viel Feuchtigkeit. Trockenfutter dagegen nur einen kleinen Anteil. Die Katze müsste die fehlende Flüssigkeit durch zusätzliches Trinken ausgleichen – und genau darin sind viele Katzen nicht besonders zuverlässig.

Deshalb bevorzuge ich für Katzen eine Ernährung mit einem hohen natürlichen Feuchtigkeitsanteil.


Kritisch sehe ich ausserdem den sehr hohen Stärkeanteil von Trockenfutter. Eine Katze ist ein hoch spezialisierter Fleischfresser. Ihre Bauchspeicheldrüse und ihren Kohlenhydratstoffwechsel dauerhaft mit grossen Mengen Stärke zu beschäftigen, entspricht für mich nicht einer natürlichen, katzengerechten Ernährung.


Woran erkenne ich hochwertiges Katzenfutter?


Ein schönes Etikett und Begriffe wie „Premium“, „natürlich“ oder „mit viel Fleisch“ sagen zunächst erstaunlich wenig darüber aus, was tatsächlich in einer Dose steckt.


Für mich sind andere Fragen entscheidend:

Wie hoch ist der Anteil tierischer Bestandteile und wie hochwertig sind die verwendeten Rohstoffe?

Ist die Zusammensetzung offen und nachvollziehbar deklariert?

Enthält das Futter unnötige Füllstoffe, Aromen oder andere Zusätze?

Wie wird es hergestellt?

Passt die Zusammensetzung zu den natürlichen Bedürfnissen einer Katze?


Ich möchte möglichst genau wissen, was ich meinen eigenen Katzen in den Napf gebe – und was ich anderen Katzenhaltern empfehle.


Was füttere und empfehle ich selbst?


Diese Frage bekomme ich in meiner Arbeit immer wieder gestellt.


Entscheidend ist für mich nicht der Name auf der Dose, sondern ob ein Futter meinen Kriterien an Zusammensetzung, Rohstoffqualität, Deklaration und Herstellung entspricht.

Ein Futter, das diese Kriterien für mich erfüllt und das ich deshalb selbst verwende und empfehle, ist die BARF-Alternative von Navita.

Und ja: Das darf inzwischen auch öffentlich auf meiner Webseite stehen.

Denn eine fachlich begründete Empfehlung muss ich nicht verstecken, nur weil ich mit einem empfohlenen Produkt auch Geld verdiene. Entscheidend ist für mich, warum ich etwas empfehle und ob ich von ganzem Herzen hinter meiner Empfehlung stehen kann, weil ich es seit über einem Jahrzent auch meinen eigenen Tieren täglich füttere.


Katzenbetreuung bedeutet für mich mehr als Füttern und Katzenklo


Wenn ich eine Katze betreue, beobachte ich natürlich auch, wie es ihr im Alltag geht.

Ich stelle nicht ungefragt den gesamten Haushalt auf den Kopf und führe auch keine eidgenössische Napfkontrolle durch. Aber wenn mir etwas auffällt, das sich mit einer kleinen Veränderung verbessern liesse, darf ich darauf hinweisen.


Denn genau darin liegt für mich gute Tierbetreuung: Nicht nur versorgen, sondern hinschauen.


Als Kundin oder Kunde meiner Tierbetreuung kannst Du mich deshalb selbstverständlich auch auf die Ernährung Deiner Katze ansprechen. Wenn Du eine ausführlichere Ernährungsberatung möchtest, begleite ich Dich und Deine Katze gerne.


Denn manchmal beginnt eine bessere Katzenernährung nicht mit einer grossen Therapie – sondern mit einem flachen Teller, einem Wassernapf am richtigen Ort und einem ehrlichen Blick darauf, was täglich im Napf landet.




 
 
 

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